Wie wird der Test eingesetzt?
Die Bestimmung der Mikroalbumin-Konzentration im Urin oder des Mikroalbumin-/Kreatinin-Quotienten kommt in erster Linie bei Patienten mit bestimmten chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck zum Einsatz, da diese Krankheiten mit einem erhöhten Risiko einer Nierenschädigung assoziiert sind. Studien konnten zeigen, dass eine möglichst frühzeitige Erkennung einer entsprechenden Nierenschädigung entscheiden für eine Therapieoptimierung und damit die Prognose des Patienten sind. Wird nämlich der Blutzucker bzw. Blutdruck besser medikamentös kontrolliert, so kann in manchen Fällen eine Progression der Nierenschädigung verlangsamt oder sogar verhindert werden.
Wann könnte der Test sinnvoll sein?
Bei Patienten mit Typ 2-Diabetes unter 70 Jahren und mit Typ 1-Diabetes über 12 Jahre sollte jährlich die Mikroalbumin-Ausscheidung im Urin kontrolliert werden. Zusätzlich ist eine Bestimmung auch bei einer Erstdiagnose von Diabetes mellitus Typ 2 sinnvoll. Im Falle von Typ 1-Diabetikern sollte eine regelmäßige Kontrolle spätestens 5 Jahre nach der Erstdiagnose begonnen werden.
Bei Bluthochdruck sollte ebenfalls in regelmäßigen Intervallen Mikroalbumin im Urin bestimmt wird.
Was bedeutet das Testergebnis?
Eine moderat erhöhte Albumin-Konzentration im Urin zeigt an, dass sich der Patient in einer Frühphase der Nierenschädigung befindet. Dagegen sprechen stark erhöhte Werte für eine Schädigung im fortgeschrittenen Stadium. Sind die Werte normal, so kann man auch von einer normalen Nierenfunktion ausgehen.
Gibt es weiteres, das ich wissen sollte?
Kürzlich haben Studienergebnisse gezeigt, dass bei Typ 2-Diabetes eine pathologische Mikroalbuminurie mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert ist.