Was wird untersucht?
Das Differentialblutbild wird als Ergänzung zum kleinen Blutbild durchgeführt und beides zusammen wird als großes Blutbild bezeichnet.
In der Regel wird heute ein maschinelles Differentialblutbild erstellt, was eine präzise Zählung erlaubt (Konzentrationsbestimmung). Eine mikroskopische Differenzierung der weißen Blutzellen in einem gefärbten Blutausstrich hingegen kann unter Umständen detailliertere Auskünfte geben und die Ursachen von Abweichungen von der Normalität gegebenenfalls besser erklären. Bei auffälligen maschinellen Ergebnissen sollte daher zusätzlich eine manuelle Differenzierung der Leukozyten erfolgen.
Es gibt fünf unterschiedliche Typen weißer Blutzellen (Leukozyten), die unterschiedliche Funktionen erfüllen: Neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten. Die genauere Unterscheidung dieser Zellen im Differentialblutbild legt offen, ob eine Gruppe mengenmäßig zu hoch oder zu niedrig ist und ob sich unreife Vorstufen dieser Zellen im Blut befinden. Diese Information ist wichtig, um bestimmte Erkrankungen des Immunsystems zu diagnostizieren oder den Verlauf von Entzündungen beurteilen zu können.
Weiße Blutkörperchen werden im Knochenmark und z.T. in der Thymusdrüse produziert (T-Lymphozyten). Letztere sind ein wichtiger Teil des Immunsystems und schützen den Körper vor Krankheiten. Wenn sich ein Mensch mit Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren infiziert, werden diese von den Zellen selbst bekämpft oder die von ihnen produzierten Wirkstoffe töten die Erreger ab.
Wie wird das Probenmaterial für die Untersuchung gewonnen?
Aus einer Blutprobe einer Armvene oder einem Blutstropfen aus dem Finger (Kinder & Erwachsene) oder der Ferse (Neugeborene).