BGA

uch bekannt als: BGA, Arterielle Blutgase
Bezeichnung: Blutgas-Analyse
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Warum wird eine Blutgas-Analyse (BGA) durchgeführt?

  • Um Aufschluss über die Konzentration der Atemgase O2 (Sauerstoff) und CO2 (Kohlendioxid) im Blut zu erhalten;
  • um eine Störung des Säure-Base-Haushalts zu diagnostizieren, die mit respiratorischen, metabolischen und Nierenfunktionsstörungen einhergehen kann.

Wann sollte man eine Blutgas-Analyse durchführen lassen?
Wenn Symptome vorliegen, die den Verdacht auf eine Verschiebung des Gleichgewichts von O2 und CO2 im Blut oder eine Störung des Säure-Base-Status nahe legen. Bei solchen Symptomen kann es sich um eine Erschwerung der Atmung, um Kurzatmigkeit oder auch eine zu hohe Atemfrequenz (Hyperventilation) handeln. Darüber hinaus wird eine Blutgas-Analyse durchgeführt, um die Effektivität einer Sauerstoff-Therapie zu kontrollieren (bei Krankheitsbildern die mit einer akuten oder chronischen Hypoventilation bzw. Hypoxämie verbunden sind). Ausserdem werden führt der Anästhesist während einer Operation wiederholt Blutgas-Analysen durch, um die Konzentration der Atemgase im Blut zu überwachen.

Mit welchem Probenmaterial wird eine Blutgas-Analyse durchgeführt?
Für die Blutgas-Analyse wird meistens arterielles Blut oder Kapillarblut, ausnahmsweise auch venöses Vollblut verwendet. Zur Gewinnung von arteriellem Blut wird mit einer Kanüle eine Arterie punktiert. In der Regel handelt es sich dabei um die Radial-Arterie, die an der Innenseite des Handgelenks etwas unterhalb des Daumens lokalisiert ist (dort tastet man auch den Puls). Das Kapillarblut wird häufig aus dem Ohrläppchen oder einer Fingerbeere gewonnen. Bei Säuglingen kann auch Kapillarblut aus einer seitlichen Ferse verwendet werden.


Letzte Aktualisierung am02.02.2009