Was ist der Unterschied zwischen Albumin, Präalbumin und Mikroalbumin?
Präalbumin ist ein Marker, der Aufschluss über den Ernährungszustand des Organismus gibt - insbesondere vor und nach Operationen, bei einem längeren Krankenhausaufenthalt oder bei einer Nahrungsergänzenden Therapie. Die Albuminbestimmung wird dagegen eingesetzt, um Leber- oder Nierenfunktionsstörungen zu diagnostizieren oder um zu kontrollieren, ob der Organismus ausreichend Aminosäuren - die Proteinbausteine - aus der Nahrung aufnimmt. Allerdings ändert sich die Präalbumin-Konzentration nahrungsabhängig schneller als die des Albumins, so dass es eher für eine kurzfristige Kontrolle geeignet ist. Die Bestimmung von Mikroalbummin im Urin dient dem Nachweis kleinster Albumin-Mengen, die mit dem Urin ausgeschieden werden und eine mögliche Nierenschädigung signalisieren.
Ist Mikroalbumin nur eine kleinere Variante von Albumin bezogen auf die Molekülgröße?
Nein, es handelt sich dabei um den Nachweis von Albumin, aber nur in sehr geringen Mengen. Auf diese niedrige Menge bezieht sich die Bezeichnung Mikroalbumin und nicht auf die Molekülgröße.
Was sagt der Test aus?
Als Diabetiker sollte man eine jährliche Kontrolle der Mikroalbumin-Ausscheidung im Urin durchführen lassen. Es ist eine gute Nachricht, wenn dabei keine erhöhte Albumin-Ausscheidung nachgewiesen kann denn das bedeutet, dass die Nierenfunktion nicht gestört ist.
Gibt es noch andere Gründe für eine Mikroalbuminurie?
Ja, denn sie ist nicht spezifisch für Diabetes sondern kann auch mit Bluthochdruck, bestimmten Fettstoffwechselstörungen und Erkrankungen des Immunsystems assoziiert sein. Außerdem kann es auch durch Störfaktoren wie starke körperliche Belastung, bei Blut im Urin, bei einer Harnwegsinfektion, Dehydrierung (verminderten Flüssigkeitsmenge z.B. bei Hitze oder Erbrechen) oder bei Medikamenteneinnahme zu einer erhöhten Albumin-Ausscheidung kommen.








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