DHEAS

uch bekannt als:
Bezeichnung: Dehydroepiandrosteron-Sulfat
Ähnliche Tests: Testosteron

Was wird untersucht?
Dehydroepiandrosteron-Sulfat (DHEAS) ist ein Geschlechtshormon (Androgen), das von Männern und, in geringeren Konzentrationen, auch von Frauen produziert wird. Es spielt bei der Entwicklung der männlichen sekundären Geschlechtsmerkmale in der Pubertät eine Rolle und kann vom Körper zu hochwirksamen Androgenen verstoffwechselt werden, wie Testosteron und Androsteron, oder zu dem weiblichen Hormon Östrogen umgewandelt werden. Das DHEAS wird hauptsächlich in der Nebennierenrinde- dem äußeren Anteil der Nebenniere- und in geringeren Mengen auch in den weiblichen Ovarien (Eierstöcken) oder den männlichen Testes (Hoden) hergestellt. Die Ausschüttung des DHEAS wird durch das adrenocorticotrope Hormon (ACTH) und andere Faktoren der Hypophyse kontrolliert.

Da DHEAS überwiegend in der Nebenniere hergestellt wird, kann es als Maßstab für deren Funktion herangezogen werden. Nebennierentumoren und Nebennierenhyperplasie (ein überschießendes Wachstum hormonproduzierenden Gewebes) kann zu einer Überproduktion von DHEAS führen. Während erhöhte Spiegel an DHEAS bei erwachsenen Männern meist nicht wahrgenommen werden, können sie bei Frauen zur Amenorrhoe und zu sichtbaren Anzeichen einer Virilisierung (Entwicklung von männlichen Körpermerkmalen) führen. Diese Symptome sind in ihrer Ausprägung verschieden schwer. Mögliche Auswirkungen sind: eine tiefere Stimme, Hirsutismus (eine übermäßige Behaarung des Gesichts und des Körpers) und männliche Muster des Haarverlustes bis hin zur Glatzenbildung, Muskularität und Akne. Überschüssige Mengen an DHEAS kann bei Jungen eine vorzeitige Pubertät und bei Mädchen übermäßige Bildung des äußeren Genitale, vermehrte Körperbehaarung und unregelmäßigen Menstruationszyklus verursachen.

Wie wird das Probenmaterial für die Untersuchung gewonnen?
Meist aus einer Blutprobe aus einer Armvene; alternativ, besonders in der Kinderheilkunde, auch aus einer Blutprobe aus der Fingerbeere.


Letzte Aktualisierung am14.08.2008