Cyclosporin

uch bekannt als: Therapeutisches Drug-Monitoring, Tacrolimus, Sirolimus, Mycophenol, Harnstoff, Kreatinin, Lipide, Leberwerte
Bezeichnung: Cyclosporin A
Ähnliche Tests: Ther. Drug Monitoring, Harnstoff, Kreatinin, Lipidprofil, Laboruntersuchungen der Leber

Stabilität und Probentransport
Das Serum kann ungekühlt versendet werden, Temperaturschwankungen sind zu vermeiden. Aufgrund der Bestimmung des Talspiegels erfolgt unmittelbar vor der nächsten Dosis jeweils etwa 12 Stunden nach der letzten Einnahme die Bestimmung  der Cyclosporin-Konzentration.

Referenzbereich
Für Cyclosporin werden für die unterschiedlichen Anwendungen jeweils therapeutische Bereiche definiert und zwischen Erstbehandlung und Erhaltungstherapie unterschieden:

  • Nierentransplantation:
    • Initialtherapie 150-225 µg/l
    • Erhaltungstherapie 100-150 µg/l
  • Lebertranplantation
    • Initialtherapie 225-300 µg/l
    • Erhaltungstherapie 100-150 µg/l

Störfaktoren und Hinweise auf Besonderheiten
Die Bestimmung erfolgt in der Regel aus EDTA-Blut. Es kommen HPLC, LC-MS/MS sowie immunologische (EIA) Verfahren zur Anwendung. Die verschiedenen Metabolite werden in geringem Umfang mit erfaßt und können die Spezifität der immunologischen Assays beeinflussen.

Neben der Temperatur beeinflussen zahlreiche Faktoren des Patienten, wie z.B. die Lipoproteinkonzentration und der Hämatokrit das Blut/ Plasma-Konzentrationsverhältnis von Cyclosporin. Aus diesem Grund wird häufig eine Bestimmung aus Hämolysat vorgenommen. Bei den chromatographischen Testverfahren kann durch eine Trennung zwischen endogenen Substanzen und von Cyclosporin diese Störung vermieden werden

Richtlinien zur Qualitätskontrolle
Alle für Patienten durchgeführten Labortests in Deutschland müssen entsprechend der Richtlinien zur Qualitätssicherung für labormedizinische Untersuchungen der Bundesärztekammer durchgeführt werden (siehe RiliBÄK, Deutsches Ärzteblatt 105(7):2008). Dies gilt sowohl für die im Labor durchgeführten Untersuchungen als auch für die sogenannte Patienten-nahe Sofortdiagnostik bzw. Schnelltests, die z.B. in Arztpraxen, auf Stationen, in der Notaufnahme oder beim Heilpraktiker durchgeführt werden. Es dürfen nur validierte Verfahren eingesetzt werden, d.h. das Verfahren muß für den Zweck geeignet sein und diese Eignung muß bewiesen worden. Die Mindestanforderungen umfassen die interne Qualitätssicherung mit einem Kontrollprobensystem, die mindestens zweimal innerhalb von 24 Stunden über Kontrollprobeneinzelmessung bestimmt wird und die externe Qualitätssicherung über die regelmäßige (mindestens 4-mal jährliche) Teilnahme an externen Ringversuchen. Die Etablierung eines Qualitätsmanagementsystems, das zusammen mit allen Dokumenten der Prozesse in einem laufend aktualisierten Qualitätsmanagementhandbuch zu erstellen ist, ist vorgeschrieben und wird von den entsprechenden staatlichen Stellen auch überprüft. Bei Laboruntersuchungen außerhalb der Heilkunde, wie sie z.B. in Apotheken oder durch die Patienten selber durchgeführt werden, ist keine Qualitätssicherung vorgeschrieben.


Letzte Aktualisierung am01.12.2009