Chlamydien

uch bekannt als:
Bezeichnung: Chlamydien-Nachweis
Ähnliche Tests: Gonorrhoe

Warum werden Chlamydien untersucht?
Bei Verdacht auf eine durch Chlamydien hervorgerufene Erkrankung. Chlamydien sind Bakterien, deren Untergruppen verschiedene Erkrankungen hervorrufen können:

  1. Chlamydia trachomatis: Sexuell übertragbare Erkrankungen des Genitaltraktes (Serogruppen D – K),  Trachom (Keratokonjunktivitis, Serogruppen A – C), Einschluss-/Schwimmbadkonjunktivitis (Serogruppen D - K), Lymphogranuloma venereum (Serogruppen L1 – 3).
  2. Chlamydia pneumoniae: Lungenentzündungen (atypische Pneumonie), Sinusitis.
  3. Chlamydia psittaci: Papageienkrankheit (Ornithose).

Im weiteren Verlauf wird näher auf die durch Chlamydia trachomatis hervorgerufene Geschlechtskrankheit eingegangen.

Bei welchen Symptomen sollten Chlamydien untersucht werden?
Bei Ausfluss (evtl. eitrig), Schmerzen beim Waserlassen, Juckreiz und Brennen. Bei der Frau kann die Infektion über Gebärmutter und Eileiter bis ins Becken aufsteigen, was meistens mit Fieber und starken Schmerzen einhergeht. Viele Infizierte spüren nichts von ihrer Infektion. Bei ca. 75 % der Frauen und 50 % der Männer zeigen sich keine oder nur geringe Symptome.

Aus welchem Probenmaterial wird der Chlamydien-Test durchgeführt?
Aus Abstrichen von Zellen oder Sekreten des infizierten Gebiets, z.B. Vaginalabstrichen oder Urethra (Harnleiter)-Abstrichen beim Mann, sowie aus Urin.


Letzte Aktualisierung am14.01.2008