1. Welche Behandlungsoptionen bestehen bei einem positiven BRCA-Test?
Bei einem positivem BRCA-Test umfassen die Behandlungsalternativen häufigere Vorsorge-Untersuchungen (z. B. Mammographie, Bluttests auf CA 125 oder transvaginalen Ultraschall), medikamentöse Verringerung des Risikos (wie mit oraler Kontrazeption oder Tamoxifen) oder die operative Entfernung der Ovarien (Eierstoecke) oder der Brust.
2. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem positivem Testergebnis an Brust- oder Ovarialkrebs zu erkranken?
Das jeweilige Risiko hängt von der familiären Vorgeschichte ab und sollte von einem genetischen Berater bestimmt werden. Forschungen zeigen, daß von je 1000 untersuchten Frauen mit einem positiven Testergebnis 330 bis 423 im Alter von 50 Jahren Brustkrebs und 70 bis 90 Frauen Ovarialkrebs entwickeln. Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter.
3. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, bei einem negativen Testergebnis an Brust- oder Ovarialkrebs zu erkranken?
Die bereits unter 2. erwähnte Studie zeigt, dass von je 1000 untersuchten Frauen mit negativem Testergebnis 12 bis 45 im Alter von 50 Jahren Brustkrebs und 3 bis 4 Frauen Ovarialkrebs entwickeln. Das Risiko steigt mit dem Alter.
4. Wo kann man diesen Test durchführen lassen?
Der Test kann von jedem Arzt in ein dafür spezialisiertes Labor gesendet werden. Wir empfehlen dringend eine Beratung vor dem Test durch einen dafür kompetenten Arzt. Lassen Sie die Blutprobe von diesem Arzt entnehmen und an ein Speziallabor zur Analyse senden. Dieser Arzt sollte dann auch das Ergebnis mit Ihnen besprechen.
Viele der Tests auf BRCA-Mutationen werden in Forschungszentren bearbeitet. Die Forschung soll angemessene Vorsorge- und Behandlungsstrategien für Träger dieser Mutationen entwickeln. Die Amerikanische Gesellschaft für klinische Onkologie und die Nationale Brustkrebsvereinigung ermutigen Frauen, die diesen Test durchführen lassen wollen, an Langzeitstudien teilzunehmen, um bei der Informationsgewinnung über die Effektivität der verschiedenen Vorsorgemaßnahmen und Behandlungsmethoden mitzuhelfen.