Wofür wird er benutzt?
Die Blutuntersuchung der Amylase wird angeordnet, um Pankreatitis (entzündliche Schwellung des Pankreas) und andere Erkrankungen des Pankreas zu diagnostizieren. Der fast sofortige Anstieg von Amylase zu Beginn einer Pankreatitis, sowie der Abfall nach ca. 2 Tagen, helfen, die Diagnose zu festigen.
Die Amylase wird auch (jedoch viel seltener) zur Diagnose und Verlaufskontrolle eines Karzinoms von Pankreas, Ovar oder Lunge; einer Gallenblasenentzündung oder einer Entzündung der Speicheldrüsen, z.B. bei Mumps, untersucht.
Wann wird er angeordnet?
Die Bestimmung der Amylase wird notwendig, sobald der Patient Symptome einer Pankreasschädigung vorweist, z. B. starke Bauchschmerzen, Fieber, Appetitverlust oder Übelkeit.
Was bedeutet das Ergebnis?
Bemerkung: Es gibt für diesen Test standardisierte Referenzwerte. Da solche Referenzwerte von vielen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Population und darüber hinaus Methode- bzw. Verfahrensabhängig sind, haben numerische Testergebnisse verschiedene Bedeutungen. Ihr Laborbericht sollte die spezifischen Referenzwerte für ihren Test beinhalten. Lab Tests Online empfiehlt daher ausdrücklich, die jeweiligen Testergebnisse mit dem behandelnden Arzt zu diskutieren. Weitere Informationen zu Referenzbereichen können der Rubrik „Referenzbereiche und ihre Bedeutung“ entnommen werden.
Bei einer Pankreatitis sind die Amylase-Werte sehr hoch, oftmals bis zu 5-10 Mal höher als gewöhnlich. Allerdings können hohe Amylasewerte auch auf ein Karzinom von Pankreas, Ovarien oder Lunge hinweisen, auf eine Tubenschwangerschaft, Gallenkolik, Mumps, Obstipation oder gar ein perforiertes Ulkus. Zu niedrige Werte können auf Pankreasschädigung oder Pankreastumor, eine Nierenerkrankung oder Schwangerschaftstoxikose hinweisen.
Gibt es noch etwas, was ich wissen sollte?
Bei einer akuten Panktreatitis steigen die Amylase Werte paralell zu denen eines anderen Enzyms; der Lipase. Meist werden beide Enzyme, Amylase und Lipase bei Verdacht auf eine akute Pankreatitis bestimmt.
Chronische Pankreatitis wird sehr oft durch Alkoholismus verursacht, kann allerdings auch durch Trauma, Verlegung des Ausführungsganges des Pankreas und bei Erkrankungen genetischer Ursache wie der Mukoviszidose (zystische Fibrose) auftreten.
Die Werte der Amylase können folglich bei chronischer Pankreatitis erhöht, aber auch erniedrigt sein, wenn die Amylase-produzierenden Zellen beschädigt oder zerstört werden.