Stabilität und Probentransport
Die Gesamtproteinkonzentration im Serum bzw. Blutplasma ist relativ stabil. Eine Lagerung im verschlossenen Gefäß ist für eine Woche bei Raumtempertur, bis zu einem Monat bei 4° C und tiefgefroren für mindestens ein Jahr möglich.
Referenzbereiche (Erwachsene)
- Gesamtproteinkonzentration im Serum: Erwachsene 66-83 g/l (Biuretmethode); für Neugeborene und Kinder gelten niedrigere Referenzbereiche. Im Plasma ist der Messwert aufgrund des Fibrinogenanteils höher als im Serum.
Störfaktoren und Hinweise auf Besonderheiten
Lagerungsbedingungen: Die Blutentnahme sollte im Liegen erfolgen, da sich bei aufrechter Haltung bei Armvenenpunktion ca. 10% höhere Messwerte gefunden werden.
Venenstauung: Eine Stauung > 3 Minuten führt zu ca. 10% höheren Messwerten.
Infusionslösungen: Gelatine- und Zuckerhaltige Infusionslösungen können zu falsch-hohen Messwerten der Gesamtproteinkonzentration führen.
Hämolyse: 1 mg freies Hämoglobin erhöht den Gesamtproteinwert um ca. 2 mg.
Stark lipämische Seren und Hyperbilirubinämie > 5 mg/dl können zu falsch-hohen Messwerten führen.
Standardisierung: U.a. aufgrund der heterogenen Zusammensetzung der Biuretreagentien sind die Messergebnisse zwischen Laboratorien nur eingeschränkt vergleichbar.
Richtlinien zur Qualitätskontrolle
Der Parameter Gesamtprotein im Serum/ Plasma ist nach der Richtlinie „Labor“ der Bundesärztekammer vom 24.08.2001 (letzte Änderung 14.11.2003) entsprechend der Anlage 1a ringversuchspflichtig. Die maximal zulässige Unpräzision beträgt 3%, die maximal zulässige Unrichtigkeit 5% und die maximal zulässige Abweichung des Einzelwertes 11% (Referenzmethodenwert). Eine interne Qualitätskontrolle ist ebenfalls durchzuführen.