Was wird untersucht?
Die Bestimmung des Gesamtproteins gibt idealerweise einen orientierenden Überblick über die Konzentration aller Proteine, die im Blutplasma zirkulieren. Proteine sind wichtige Bausteine für alle Zellen des Körpers. Deshalb sind sie zentrale Faktoren für Wachstum und Differenzierung der verschiedenen Gewebe. Das Gesamtprotein kann grob in zwei Klassen unterteilt werden: Zum einen das Albumin und zum anderen die Globuline.
Das Albumin hat verschiedene Funktionen: Es dient als Transportprotein für eine Reihe von Stoffen, die im Körper selbst produziert werden (endogene Substanzen) oder von außen zugeführt werden (exogene Substanzen). Im ersten Fall handelt es sich häufig um Hormone (Botenstoffe), im letzteren Fall in der Regel um Medikamente. Eine weitere Aufgabe besteht darin, die Blutflüssigkeit in den Blutgefässen zurückzuhalten und somit den sogenannten “Onkotischen Druck“ aufrecht zu erhalten. Sinkt der onkotische Druck, wird Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in die Gewebezwischenräume verlagert. Die Globulinfraktion umfaßt mehr als 500 Proteine wie Enzyme, Hormone oder Antikörper . Der A/G-Quotient wird berechnet, indem die Werte von Albumin und des Nicht-Albuminanteils am Gesamtprotein ins Verhältnis zueinander gesetzt werden. Er repräsentiert somit die relative Konzentration von Albumin und Globulin im Plasma.
Wie wird das Probenmaterial für die Untersuchung gewonnen?
Durch Punktion einer Armvene wird eine Blutprobe gewonnen (Serum oder Plasma), aus der der Test durchgeführt wird. Ausserdem kann auch Kapillarblut aus der Fingerbeere (Erwachsene und ältere Kinder) oder der Ferse (Neugeborene) verwendet werden.