Wie wird der AFP-Test eingesetzt?
AFP wird zur Verlaufskontrolle bestimmter bösartiger Tumoren, z. B. der Leber, der Hoden oder der Eierstöcke (Ovarien) eingesetzt. Nach der Diagnose eines dieser Tumoren wird AFP in bestimmten Abständen untersucht, um das Ansprechen auf die Therapie zu kontrollieren oder das Auftreten von Metastasen zu überwachen. Wenn Sie eine chronische Hepatitis (Leberentzündung), oder insbesondere eine Leberzirrhose haben, könnte Ihr behandelnder Arzt aufgrund des erhöhten Risikos ein hepatozelluläres Karzinom (ein bestimmter Leberkrebs) zu entwickeln, AFP-Werte zur Kontrolle durchführen.
AFP wird auch eingesetzt, um schwangere Frauen zu untersuchen (siehe auch AFP/ Schwangerschaftsuntersuchungen)
Wann könnte der AFP-Test sinnvoll sein?
Ihr behandelnder Arzt wird einen AFP-Test anfordern, wenn:
• Der Verdacht auf einen Lebertumor oder bestimmte Tumoren der Hoden oder Ovarien besteht
• Sie eine gegenwärtige oder eine vorausgehende Behandlung für einen dieser Tumoren hatten
• Sie eine chronische Hepatitis oder eine Leberzirrhose haben
Was bedeutet das Testergebnis?
Erhöhte AFP-Konzentrationen können bei hepatozellulären Karzinomen, Ovarialkarzinomen, Keimzelltumoren der Hoden, Leberzirrhose, Hepatitis, oder anderen Tumoren (Magen, Kolon, Lunge, Mamma (Brustkrebs), Lymphom) auftreten. Geringgradig erhöhte AFP-Werte sind bei Patienten mit chronischer Hepatitis oder Leberzirrhose häufig. Bei diesen Patienten ist ein tatsächlicher Anstieg der AFP-Konzentration wichtiger als der jeweilige absolute AFP-Wert.
Gibt es weiteres, das ich wissen sollte?
Im Allgemeinen gilt, daß je höher der AFP-Wert ist, desto größer der Tumor. Die AFP-Konzentration sinkt ab, wenn der Körper auf die Tumortherapie anspricht. Wenn die AFP-Konzentration nicht innerhalb einer bestimmten Zeit nach der Tumortherapie absinkt, könnte noch restliches Tumorgewebe vorhanden sein.