ACTH

uch bekannt als: Corticotropin
Bezeichnung: Adrenocorticotropes Hormon
Ähnliche Tests: Cortisol

Warum wird ACTH untersucht?
Die Bestimmung von ACTH dient der Diagnostik und Differentialdiagnostik von Hypophysen- oder Nebennierenerkrankungen (z. B. Cushing-Syndrom, Morbus Addison, solide Tumore der Hypophyse und der Nebennierenrinde). Der Test ist angezeigt zur Abklärung der Ursachen bei Vorliegen eines pathologischen (erhöhten oder reduzierten) Cortisolspiegels. Verminderte Werte findet man normalerweise bei Läsionen oder Hyperplasie der Nebennierenrinde. Erhöhte Werte weisen auf eine ektope ACTH-Produktion oder eine Überproduktion in der Hypophyse hin.

Bei welchen Erkrankungen sollte ACTH untersucht werden?
Die ACTH-Bestimmung ist bei Verdacht auf hormonelle Störungen angezeigt, die von der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) oder den Nebennieren (NNR) ausgehen. Hohe Werte sind typisch bei einer primären NNR-Insuffizienz (Morbus Addison). Bei einer sekundären NNR-Insuffizienz (hypophysäre Störung) ist die ACTH-Konzentration dagegen vermindert.

Mit welchem Probenmaterial wird die ACTH-Bestimmung durchgeführt und was ist dabei zu beachten?
Mit einer Kanüle wird Blut aus einer Armvene gewonnen.
ACTH wird im Blut schnell abgebaut. Daher sollte die Blutentnahme in gekühlten EDTA-Röhrchen erfolgen und sofort nach Entnahme in einem Eis-Wasser-Gemisch gekühlt transportiert werden. Das EDTA-Plasma darf auf keinen Fall eingefroren werden.
Die ACTH-Werte im Plasma zeigen eine ausgeprägte Tagesrhythmik. Es ist deshalb wichtig, die Abnahmezeit zu standardisieren. Referenzbereichsangaben sind in der Regel auf eine Abnahmezeit um 9.00 Uhr morgens bezogen.


Letzte Aktualisierung am30.10.2007