Beschreibung
Die septische Arthritis wird auch als bakterielle bzw. infektiöse Arthritis bezeichnet und ist wesentlich seltener, als andere Arthritis-Formen wie etwa die Rheumatoide Arthritis. Allerdings muss das Vorliegen einer septischen Arthritis sehr schnell erkannt und eine adäquate Therapie eingeleitet werden, da sie mit einer raschen Gelenkdestruktion (Gelenk-Zerstörung) einhergehen kann. Eine septische Arthritis tritt besonders häufig nach traumatischen Gelenkeröffnungen bei Unfällen, nach einer Implantation eines künstlichen Gelenkersatzes oder infolge einer Bakteriämie auf, d. h, wenn sich Bakterien mit dem Blutstrom systemisch im Körper verteilen und u. a. in den Gelenken ansiedeln. Zu den weiteren Risikofaktoren zählen ein erhöhtes Lebensalter (> 80 Jahre), Diabetes mellitus oder eine vorbestehende Rheumatoide Arthritis, sowie eine kürzlich stattgehabte Gelenk-Operation. Die akute Verlaufsform der septischen Arthritis ist in der Regel mit bakteriellen Erregern wie Staphylococcus aureus, Streptococcus pneumoniae oder B-Streptokokken assoziiert. Die chronische Variante wird dagegen, obwohl sie seltener beobachtet wird, häufig von atypischen Erregern wie Candida albicans oder Mycobacterium tuberculosis verursacht.
Diagnostik
Die Diagnostik der septischen Arthritis basiert auf zwei Säulen:
- der Bildgebung mittels Röntgenaufnahmen des betroffenen Gelenks
- dem Erregernachweis mittels Blutkultur bzw. Kultur aus einem Gelenkpunktat
Therapie
Ein Gelenkerguss, der sich im Rahmen des entzündlichen Reizzustandes durch eine Überproduktion an Gelenkflüssigkeit (Synovia) bildet, muss unbedingt durch eine Punktion entlastet werden, um den Druck auf die Gelenkoberflächen zu mindern. Gleichzeitig bietet dies die Möglichkeit der Materialgewinnung für den Erregernachweis. In sehr schweren Fällen kann sogar eine chirurgische Gelenkeröffnung mit desinfizierender Spülung und Drainage des Ergusses erforderlich werden.
Die kausale Therapie ist die Behandlung und Elimination des entsprechenden Erregers mittels Antibiotika. Die Wahl der Substanz hängt dabei vom Antibiogramm des kulturell angezüchteten Erregers ab und inwiefern sie gelenkgängig ist und somit wie schnell und in welcher Quantität an den Ort des entzündlichen Geschehens gelangt.
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Labortests:
CRP, Procalcitonin, Rheumafaktor, CCP, Blutkultur, Gramfärbung, Gonorrhoe, MRSA
Krankheitsbilder:
Arthritis, Rheumatoide Arthritis
An anderer Stelle im Internet
AWMF Leitlinie Knochenfrakturen bei Kindern, Diagnostik einer septischen Arthritis: http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/012-020.htm
Leitlinien der DGKL (http://www.dgkl.de/autoimmundiagnostik/arthritis.html)
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (http://www.dgrh.de)
Rheumatologische Assessments (http://www.dgrh.de/dgrhcontent/m1/k13/index.aspxx)








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