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Labortests:
Amylase, Lipase, AST, ALT, GOT, GPT, Trypsin, Trypsinogen, Elastase, Schweißtest
Krankheitsbilder:
Diabetes mellitus, Zystische Fibrose, Pankreaskarzinom, Pankreas-Insuffizienz, Alkoholismus

Prävention, frühzeitige Diagnose und Therapie

Der Verdacht auf das Vorliegen einer Pankreatitis erfordert eine frühzeitige medizinische Intervention, da während einer akuten Attacke binnen weniger Stunden große Teile des Organs zerstört werden können, was lebensbedrohliche Komplikationen zur Folge haben kann.

Akute Pankreatitis
Es gibt eigentlich keine wirksame Prävention einer akuten pankreatitischen Attacke. Wenn die Ursache der akuten Pankreatitis Alkoholabusus ist, hat Abstinenz präventive Wirkung. Normalerweise bedarf es eines langjährigen starken Alkoholmissbrauchs, um eine akute Pankreatitis zu bekommen, in der Regel geht eine Episode exzessiven Trinkens der Pankreatitis voraus. Oft gehen der Entwicklung der akuten alhoholbedingten Pankreatitis Schmerzen als Warnsymptome voraus.

Bei einer biliären Genese (von der Gallenblase ausgehenden) der Pankreatitis gehen normalerweise keine Warnsymptome voraus. Werden Gallensteine als Ursache identifiziert, so kann unmittelbar oder im Intervall eine operative Entfernung der Gallenblase erforderlich sein.

Ein Patient mit akuter Pankreatitis sollte stationär überwacht werden.

Die Therapie ist bei einer akuten Pankreas in der Regel symptomatisch und besteht aus Schmerztherapie.  Treten Komplikationen auf, so werden diese entsprechend therapiert z. B. bei bakterieller Infektion bis hin zur Sepsis mit Antibiotika.

Nulldiät als Therapie wird bei leichten Fällen derzeit nicht mehr angewendet.

Chronische Pankreatitis
Die Behandlung der chronischen Pankreatitis fokussiert sich darauf, zukünftigen Schmerzattacken vorzubeugen, die Schädigung des Pankreasgewebes zu minimieren und festzustellen, wie weit diese bereits fortgeschritten ist. Alkoholabstinenz ist dabei ein sehr wichtiger aber oftmals nur schwer erreichbarer Faktor. Außerdem kann eine fettreduzierte Diät dazu beitragen, die Belastung des vorgeschädigten Pankreas zu mindern und die Substitution von Pankreasenzymen kann helfen, Symptome der Insuffizienz und damit einhergehend der Malabsorption zu verbessern. Darüber hinaus kann auch die Substitution von fettlöslichen Vitaminen erforderlich werden. Im fortgeschrittenen Stadium der chronischen Pankreatitis muss außerdem die Möglichkeit der Ausbildung eines Diabetes berücksichtigt werden. Deshalb sollten regelmäßige Kontrollen des Blutzuckerspiegels erfolgen, und rechtzeitig eine Insulintherapie eingeleitet werden (orale Antidiabetika sind in diesem Fall wirkungslos).

Die Kontrolle der Schmerzsymptomatik ist ein essentieller Bestandteil der Therapie einer chronischen Pankreatitis, da die Patienten u. U. sehr starke Schmerzen haben können, so dass evtl. sogar die Gabe von Opiaten und Antidepressiva erforderlich ist. In extremen Fall kann in diesem Zusammenhang eine Lähmung der Nervenfasern des Pankreas notwendig sein, die für die Schmerzempfindung verantwortlich sind. Dies kann z. B. durch selektive Alkoholinjektion in diese Fasern erfolgen oder aber durch eine chirurgische Durchtrennung. Im Langzeitverlauf können sich die Schmerzen mit zunehmenden Untergang von Pankreasgewebe auch wieder vermindern.

In manchen Fällen ist es auch notwenig Teile oder das gesamte Pankreas operativ zu entfernen oder Obstruktionen der Ausführungsgänge zu umgehen. Chirurgische Eingriffe am Pankreas sind allerdings sehr schwierig und bedürfen das ganze Können eines erfahrenen Operateurs.

Die chronische Pankreatitis ist auch mit einem erhöhten Risiko verbunden, ein Pankreas-Karzinom zu entwickeln. Diesem Umstand muss vom behandelnden Arzt Rechnung getragen werden, indem er regelmäßige Kontrolluntersuchungen ggf. mit Einsatz bildgebender Verfahren durchführt.

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Letzte Aktualisierung am 01.12.2009