Beschreibung

Der Begriff Pankreas-Insuffizienz beschreibt die Unfähigkeit des Pankreas (Bauchspeicheldrüse), die vom Organismus benötigte Menge an Verdauungsenzymen bereitzustellen, die im Dünndarm Nährstoffe wie Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate zu kleinen Molekülen abbauen damit sie resorbiert werden können. Die Pankreas-Insuffizienz beruht typischerweise auf einer chronischen Schädigung des Organs, die verschiedene Ursachen haben kann. Bei Kindern ist sie am häufigsten mit der Zystischen Fibrose assoziiert, bei Erwachsenen dagegen mit der chronischen Pankreatitis. Seltener kann sie auch im Zusammenhang mit einem Pankreas-Karzinom auftreten.

Die Pankreas-Insuffizienz äussert sich in erster Linie mit den Symptomen einer Malabsorption (unzureichende Aufnahme der Nahrungsbestandteile), Maldigestion (unzureichende Aufspaltung der Nahrungsbestandteile), Malnutrition (Mangelernährung), sowie eines Vitaminmangels und Gewichtsverlusts (bei kleinen Kindern in der Wachstumsphase auch in Form einer ungenügenden Gewichtszunahme). Als charakteristisches Symptom im fortgeschrittenen Stadium ist die Steatorrhoe (vermehrte Fettausscheidung mit dem Stuhl, der deshalb auch einen sehr üblen Geruch annehmen kann) anzuführen. Erst bei Untergang von 90 % des exokrinen Pankreas
wird die Maldigestion (verminderte Verdauung) von Fett und Protein manifest.
Im späten Verlauf einer Pankreas-Insuffizienz kann es auch zu einem manifesten Diabetes mellitus (man spricht dann auch von pankreoprivem Diabetes) kommen.

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Letzte Aktualisierung am 30.11.2009