Unter Histokompatibilität versteht man in der Transplantationsmedizin die Gewebeverträglichkeit, also eine möglichst hohe Übereinstimmung zwischen den Histokompatibilitäts-Antigenen (HLA-Antigenen) zwischen Spender und Empfänger. Moleküle. Die genetisch determinierten (vererbten) HLA-Antigene (Eiweißstrukturen) auf der Oberfläche der meisten Körperzellen, bestimmen die genetische Individualität eines Menschen. Die HLA-Antigene werden von bestimmten T-Lymphozyten erkannt und sind entscheidend für die Unterscheidung zwischen „körpereigenen“ und „körperfremden“ Strukturen durch das Immunsystem. Die HLA-Antigene werden auch als Gewebemerkmale oder Transplantationsantigen bezeichnet, da sie  eine zentrale Rolle für die Gewebeverträglichkeit von Transplantaten spielen. So muß vor einer allogenen Organtransplantation oder vor einer Stammzelltransplantation zunächst ein HLA-kompatibler (passender) Spender gesucht werden. Aus diesem Grund erfolgt vor jeder Transplantation eine Gewebetypisierung (HLA-Typisierung) von Spender und Empfänger, um eine möglichst weitgehende Übereinstimmung der HLA-Moleküle zu erreichen.


Letzte Aktualisierung am 26.03.2007