Mit dem klassischen Kleihauer-Betke Test wird das feto-maternale Transfusionssyndrom (FMH) erfasst. Das feto-maternale Transfusionssyndrom ist eine seltene Komplikation in der Geburtshilfe, bei der es zum Übertritt unterschiedlich großer Mengen von fetalem Blut in das mütterliche Blut kommt. Der Kleihauer-Betke Test wird zur Feststellung der Anzahl an Erythrozyten (roten Blutkörperchen) eines Feten im Blut einer Rh-negativen Schwangeren verwendet. Dies hilft z. B. bei der Abschätzung der Menge an Rh-Immunglobulin, das der Mutter präventiv gegen die Entwicklung von Rh-Antikörpern verabreicht wird.
Der Klassische Test basiert auf einem peripheren Blutausstrich der Mutter, der mit einem saueren Puffer (pH3, 3) behandelt wird und alles Hämoglobin außer dem resistenteren fetalen Hämoglobin (HbF) entfernt.
Ein Hämoglobinfärbestoff macht rote Blutkörperchen, die Hämoglobin F enthalten, pink. Der Nachweis fetaler Erythrozyten im mütterlichen Blut erfolgt heute meist nicht mehr über den Kleihauer-Betke-Test, sondern wird mit moderneren Verfahren quantitativ über die Durchflußzytometrie erfaßt.








HOME














