Die Beurteilung der Qualität von Labortests umfaßt die Angabe der jeweils mit diesem Test bestimmten falsch positiven und falsch negativen Ergebnisse. Als falsch-negativen Test- oder Vorgangsresultat, bezeichnet man ein normales oder negatives Resultat obwohl tatsächlich ein abnormaler Zustand vorliegt. Ein Test ist sensitiv, wenn er eine niedrige falsch-negative Rate aufweist, also sehr selten bei Kranken normal ausfällt. Ein unsensitiver Test hat eine hohe falsch-negative Rate und man sollte sich daher nicht beim Ausschluss einer Abnormalität oder Erkrankung verlassen. Zum Beispiel ist ein Elektrokardiogramm für Herzerkrankungen relativ insensitiv - viele Patienten mit koronarer Herzerkrankung, sogar mit akuten Herzinfarkten, haben ein negatives Ergebnis.

Letzte Aktualisierung am 02.04.2007