Die Endometriose ist eine chronische Erkrankung, die durch das Auftreten, das Wachstum und die Funktion endometrialen Gewebes (Gebärmutterschleimhaut) außerhalb seiner normalen Lokalisation (der Auskleidung des Uterus) gekennzeichnet ist. Am häufigsten dringt endometriales Gewebe in die tieferen Wandschichten der Gebärmutter ein oder tritt an Orten wie den Uteruswänden, den Tuben (Eileiter), den Ovarien (Eierstöcke) und anderen Stellen im kleinen Becken auf. Auch auf dem Bauchfell, das diese Organe bedeckt, kann versprengte Gebärmutterschleimhaut vorkommen. Seltener lassen sich Endometrioseherde an anderen Organen im Bauchraum nachweisen, beispielsweise dem Darm oder der Blase. Die Endometriose ist relativ häufig (bis zu etwa 15% der Frauen). Die Symptome hängen von der Größe und Lokalisation des fehlplazierten Gewebes ab, dabei kommen stecknadelkopfgroße Auflagerungen bis zu größeren, blutgefüllte Zysten sowie Verklebungen zwischen Organen vor. Zu den typischen Symptomen gehören Menstruationsschmerzen, schmerzhaftem Geschlechtsverkehr und manchmal schmerzhaftem Wasserlassen und Defäkation und prämenstruellen Schmierblutungen. Endometriose ist eine häufige Ursache der Unfruchtbarkeit. Zur Behandlung werden Analgetika zur Schmerzlinderung, Hormone zur Verringerung der Größe und der Zahl der Läsionen und in schweren Fällen operative Eingriffe eingesetzt.

Letzte Aktualisierung am 30.03.2007