Der Körper benutzt Rückkopplungssysteme zur Kontrolle verschiedener Funktionen, insbesondere in der Regulation der Funktion von Hormonen. Die Bildung von Hormonen muß sehr fein reguliert werden und immer dem wechselnden Bedarf angepasst werden. Durch positive und negative Rückkopplungskreisläufe wird die Konzentration der Hormone dem jeweiligen Bedarf angepasst und im Gleichgewicht konstant gehalten. Meist liegen (1) negative Rückkopplungssysteme vor. Dabei führt die steigende Konzentration eines Hormons zur Hemmung der Bildung der das Hormon freisetzenden Substanz. Auf diese Weise wird die Hormonbildung wieder verlangsamt und das erwünschte Gleichgewicht spielt sich wieder ein.
Ein (2) positives Rückkopplungssystem erhöht die Menge an hergestelltem Produkt oder Hormon. Es gibt nur sehr wenige positive Rückkopplungssysteme im menschlichen Körper. Ein Beispiel ist die Laktation (Michproduktion bei der Wöchnerin). Die saugende Bewegung des Säuglings regt die Bildung des Hormons Oxytozin an, das wiederum die Milchbildung anregt. Dies ist eine positive Rückkopplung, da sie mehr Produkt (Milch) produziert, die mehr Saugen produziert, die mehr Hormon produziert. Trinkt das Kind nicht länger an der Brust, Fällt der Oxytozinspiegel ab und die Milchproduktion verringert sich.


Letzte Aktualisierung am 02.04.2007